Zum Inhalt springen
20.03.2018  /  TII GROUP  /  KAMAG

KAMAG beteiligt sich mit seiner Expertise im Bereich autonome Transporte und Automation

an dem Forschungsprojekt „Smart Air Cargo Trailer“

Zwischen Luftfrachtspeditionshubs an Flughäfen oder in Flughafennähe und den verschiedenen Handlingagenten werden Sendungen mit Lkw transportiert. Durch das volatile Luftfrachtaufkommen und die hohe Arbeitsteiligkeit mit den teilweise gegenläufigen Optimierungsbemühungen zur Leistungserbringung und Kostenminimierung der Beteiligten kommt es zu Ineffizienzen. Diese liegen z.B. in einer geringen Auslastung der Transportressourcen oder langen Wartezeiten bei der Lkw-Abfertigung. Durch die häufig fehlende, vorauseilende Datenübermittlung und Informationsbrüche, kommt es häufig zu Aufkommens-, bzw. Abfertigungs-Peaks. Diese binden unnötig Abfertigungskapazitäten bei den Handlingagenten und führen zu langen, unkalkulierbaren Wartezeiten an den Rampen. Bei den Spediteuren führt das dazu, dass Lkw-Transporte angeordnet bzw. beauftragt werden, die nur gering ausgelastet sind. Dies belastet wiederum das Verkehrssystem und die Abfertigungsressourcen zusätzlich. Ziel des Forschungsprojekts „Smart Air Cargo Trailer“ ist es daher, im Sinne des „Internet of Things“ (IoT) eine bessere Ressourcennutzung und Effizienzsteigerung durch die Prozesssteuerung mittels objektimmanenter Daten und Informationen der logistischen Objekte zu erreichen. Diese werden in der Prozesskette sowohl an den einzelnen Sendungen, als auch z.B. für einen Transport genutzten Trailer oder Wechselbrücken hinterlegt. Zudem soll eine prototypische Anwendung voll-digitaler und autonomer Transporte innerhalb eines Flughafenbetriebsbereichs mit Mischverkehren erreicht werden. Diese autonomen Transporte werden innerhalb des Flughafengeländes selbstständig und bedarfsgerecht angefordert. Die autonomen Fahrzeuge nehmen den Trailer auf und bringen diesen zum entsprechenden Rampenzielort bei einem Spediteur oder Handlingagenten. Die Rampen- und Abfertigungsprozesse der Handlingagenten werden so von den Transportprozessen entkoppelt und können jeder für sich von den Beteiligten optimiert werden.